Ratgeber · Websites · 5 Min. Lesezeit
Website-Baukasten oder Webdesigner – was lohnt sich?
Baukasten oder Webdesigner? Was dich beide wirklich kosten – an Geld, Zeit und Freiheit – und wann welche Lösung für deinen Betrieb passt.
Die Werbung verspricht es seit Jahren: In einer Stunde zur eigenen Website, ganz ohne Vorkenntnisse. Für ein paar Euro im Monat. Und tatsächlich klicken sich viele Selbstständige so ihre erste Seite zusammen. Die Frage ist, ob das auf Dauer die günstigere Lösung ist. In diesem Artikel vergleichen wir Baukasten und Webdesigner ehrlich – mit allem, was du vorher wissen solltest.
Was für den Baukasten spricht
Baukästen haben echte Vorteile. Du meldest dich an, wählst eine Vorlage, tauschst Texte und Bilder aus und bist online. Die Kosten am Anfang sind niedrig, und du musst mit niemandem Termine abstimmen.
Für erste Versuche ist das in Ordnung. Wenn du gerade erst testest, ob deine Idee trägt, oder für eine Veranstaltung schnell eine Seite brauchst, ist ein Baukasten eine vernünftige Wahl. Auch als Übergangslösung, bis klar ist, wohin die Reise geht, kann er gut funktionieren.
Spannend wird es, wenn die Website länger bleiben und Anfragen bringen soll. Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf die Punkte, die in der Werbung selten vorkommen.
Deine Zeit ist nicht kostenlos
Der Baukasten nimmt dir die Technik ab, aber nicht die Arbeit. Du entscheidest, welche Seiten es gibt, in welcher Reihenfolge die Inhalte stehen und was auf der Startseite ganz oben steht. Du schreibst alle Texte, suchst die Bilder aus und schneidest sie zu.
Ein Malermeister, der abends nach der Baustelle noch am Laptop sitzt und Abschnitte hin- und herschiebt, merkt schnell: Aus der einen Stunde werden viele Abende. Und oft liegt die Seite dann wochenlang halb fertig herum, weil das Tagesgeschäft vorgeht.
Rechne ehrlich nach, wie viele Stunden du investierst und was du in dieser Zeit sonst verdienen oder erledigen könntest. Dann sieht der günstige Einstieg manchmal anders aus.
Die Monatsgebühr läuft immer weiter
Bei einem Baukasten zahlst du in der Regel monatlich oder jährlich, solange die Seite online ist. Das wirkt am Anfang überschaubar. Über mehrere Jahre kommt aber einiges zusammen, zumal eigene Domain, mehr Seiten oder ein Kontaktformular oft erst in teureren Tarifen enthalten sind.
Bei einer individuell gebauten Website zahlst du den Bau einmal. Danach bleiben Domain und Hosting, und für eine einfache, statische Website reicht ein günstiges Hosting-Paket. Pflege kannst du dazubuchen, musst du aber nicht.
Wem gehört deine Website?
Das ist der Punkt, den viele erst merken, wenn sie wechseln wollen. Bei den meisten Baukästen mietest du deine Website eher, als dass sie dir gehört. Die Seite läuft nur auf dem System des Anbieters. Kündigst du, ist sie in der Regel weg.
Ein Umzug zu einem anderen Anbieter ist oft schwer. Texte und Bilder kannst du meist herauskopieren, das Design und die Struktur aber nicht. Im Zweifel fängst du von vorn an. Auch Preiserhöhungen oder geänderte Bedingungen musst du dann hinnehmen, weil der Wechsel so aufwendig ist.
Frag deshalb bei jeder Lösung: Kann ich meine Website mitnehmen? Läuft die Domain auf meinen Namen? Wenn die Antwort „nein“ oder „kommt drauf an“ lautet, solltest du das wissen, bevor du Zeit hineinsteckst.
Die Vorlage haben viele andere auch
Baukasten-Vorlagen sind meist ordentlich gemacht. Genau deshalb nutzen sie viele. Eine Coachin, die sich mit ihrer Website von anderen abheben will, landet so schnell bei einem Auftritt, der aussieht wie hundert andere Coaching-Seiten.
Anpassen geht, aber nur im Rahmen dessen, was die Vorlage erlaubt. Wer eine bestimmte Idee hat, etwa eine Übersicht über Kursformate oder eine Galerie mit Vorher-nachher-Bildern, stößt schnell an Grenzen.
Ladezeit: oft mehr Ballast als nötig
Ein Baukasten muss für sehr viele Zwecke funktionieren. Deshalb laden die Seiten häufig Code mit, den deine Website gar nicht braucht. Auf einem schnellen Rechner im Büro fällt das kaum auf. Auf dem Handy mit schwachem Netz schon.
Viele Besucher springen ab, wenn eine Seite zu lange lädt. Gerade wer lokal gefunden werden will, hat es mit Kunden zu tun, die unterwegs suchen und schnell eine Telefonnummer brauchen. Eine schlanke Website, die nur enthält, was sie wirklich braucht, lädt in der Regel spürbar schneller.
Was ein Webdesigner anders macht
Ein guter Webdesigner verkauft dir nicht nur eine hübsche Seite. Er fragt zuerst, wen du erreichen willst und was deine Kunden auf der Seite suchen. Daraus entstehen Struktur, Texte und Design, die zu deinem Betrieb passen.
Die Texte bleiben dabei nicht an dir hängen. Ein Gespräch reicht oft, um das Wichtigste herauszuarbeiten. Du liest gegen, ergänzt und gibst frei. Das spart dir die Abende am Laptop.
Achte bei Angeboten auf drei Dinge: einen Festpreis statt Stundenabrechnung, eine klare Aussage, dass Code und Domain dir gehören, und eine realistische Zeit bis zum Start. Eine kleine Website muss nicht Monate dauern. Wie so etwas aussehen kann, zeigen unsere Demos und Projekte, zum Beispiel unsere Demo für einen Malerbetrieb unter Farbwerk Harz.
Wann was passt
Ein Baukasten passt, wenn du etwas ausprobieren willst, das Budget gerade sehr knapp ist und du Lust und Zeit hast, dich selbst um Texte und Aufbau zu kümmern.
Ein Webdesigner lohnt sich, wenn die Website über Jahre Anfragen bringen soll, wenn du dich von anderen abheben willst und wenn deine Zeit besser in deinem eigentlichen Geschäft aufgehoben ist. Und wenn dir wichtig ist, dass die Seite am Ende wirklich dir gehört.
Unser Angebot
Wir bauen individuelle Websites ohne Baukasten. Sie sind statisch gebaut, laden schnell und brauchen kaum Wartung. Code und Domain laufen auf deinen Namen, du kannst also jederzeit wechseln. Wenn ein Onepager für den Anfang reicht, ist unser Paket Start ab 790 € der passende Einstieg: bis zu zehn Abschnitte, individuelles Design, online in 7–14 Werktagen. Bei den Texten helfen wir dir. Alle Pakete im Vergleich findest du auf der Seite Preise. Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.