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Ratgeber · Websites · 4 Min. Lesezeit

WordPress oder nicht? Warum wir statische Websites bauen

WordPress ist das meistgenutzte System für Websites. Wofür es sich lohnt und warum die meisten Websites mit einer statischen Lösung besser fahren.

Wenn du dich nach einer neuen Website umsiehst, landest du früher oder später bei WordPress. Es ist das bekannteste System für Websites, fast jede Agentur bietet es an, und viele deiner Bekannten haben vermutlich eine WordPress-Seite. Wir bauen trotzdem keine. Hier erklären wir, wofür WordPress gemacht ist und warum die meisten Websites es nicht brauchen.

Was WordPress gut kann

WordPress hat seinen Erfolg verdient. Das System ist kostenlos, seit vielen Jahren im Einsatz und hat eine riesige Gemeinschaft aus Entwicklern, Designern und Anwendern. Für fast jedes Problem gibt es eine Anleitung.

Die größte Stärke ist die Redaktionsoberfläche. Du meldest dich an, schreibst einen Beitrag, lädst ein Bild hoch und klickst auf „Veröffentlichen“. Dafür brauchst du keine Programmierkenntnisse. Mehrere Personen können mit unterschiedlichen Rechten an Inhalten arbeiten, Beiträge planen und gegenseitig korrigieren.

Dazu kommt die Auswahl an Erweiterungen. Ob Onlineshop, Mitgliederbereich, Veranstaltungskalender oder Mehrsprachigkeit – für fast alles gibt es ein fertiges Plugin. Wer viel ausprobieren will, findet in WordPress einen großen Werkzeugkasten.

Das Problem: Plugins, Updates, Angriffsfläche

Genau dieser Werkzeugkasten wird bei kleinen Websites oft zum Problem.

Eine typische WordPress-Seite besteht aus dem Kern, einem Theme und einer Reihe von Plugins: eins für das Kontaktformular, eins für die Suchmaschinenoptimierung, eins für den Cookie-Banner, eins für Backups, eins für die Sicherheit. Jedes davon stammt von einem anderen Entwickler und bekommt eigene Updates.

Diese Updates sind kein Luxus. Viele Sicherheitslücken in WordPress-Seiten entstehen nicht im Kern, sondern in veralteten Plugins. Wer seine Seite ein paar Monate nicht pflegt, bietet Angreifern ein offenes Fenster. Automatisierte Programme durchsuchen das Netz ständig nach genau solchen Lücken. Ein Handwerksbetrieb oder eine Coachin ist dabei kein gezieltes Opfer, sondern einfach eine Adresse auf einer langen Liste.

Und selbst wenn du fleißig aktualisierst, kann ein Update etwas kaputt machen. Ein Plugin verträgt sich nicht mit der neuen Version eines anderen, das Formular verschickt plötzlich keine Mails mehr, das Layout verrutscht. Dann brauchst du jemanden, der sich darum kümmert – und das kostet Zeit oder Geld.

Hinzu kommt die Geschwindigkeit. Jede Seite wird bei jedem Aufruf neu aus der Datenbank zusammengesetzt, und jedes Plugin bringt eigenen Code mit. Das lässt sich mit Caching-Plugins abmildern – also mit noch einem Plugin.

Was eine statische Website anders macht

Eine statische Website funktioniert anders. Wir erzeugen alle Seiten einmal vorab als fertige HTML-Dateien. Auf dem Server liegen dann nur noch diese Dateien, Bilder und etwas CSS. Wenn jemand deine Website aufruft, schickt der Server die fertige Seite direkt raus.

Es gibt keine Datenbank, die abgefragt wird. Es gibt keinen Login-Bereich, an dem jemand Passwörter ausprobieren kann. Und es gibt keine Plugins, die veralten. Was nicht da ist, kann auch nicht angegriffen werden.

Die Inhalte schreiben wir in einfachen Textdateien, die zusammen mit dem Code verwaltet werden. Jede Änderung ist nachvollziehbar und lässt sich bei Bedarf rückgängig machen. Funktionen wie ein Kontaktformular setzen wir mit einem kleinen, eigenen Skript um, das genau eine Aufgabe erfüllt und sonst nichts.

Schnell, sicher, günstig im Betrieb

Für dich als Betreiber hat das ganz praktische Folgen.

Schnell: Fertige Seiten laden deutlich schneller als Seiten, die erst zusammengebaut werden müssen. Das merken deine Besucher, besonders unterwegs mit schwachem Netz (warum das Kunden kostet). Und auch Google achtet auf Ladezeiten.

Sicher: Ohne Datenbank und ohne Plugins fallen die häufigsten Einfallstore weg. Du musst nicht nervös werden, wenn du ein paar Wochen nicht an deine Website denkst.

Günstig im Betrieb: Eine statische Website braucht nur einfaches Hosting. Es gibt keine regelmäßigen Pflicht-Updates, die jemand einspielen und testen muss. Einen Blick auf Inhalte, Formular und Zertifikat braucht sie trotzdem ab und zu, dazu mehr im Artikel Website-Pflege. Wenn sich Inhalte ändern, passen wir sie an. Mit unserer Pflege Betreuung sind kleine Änderungen im Monatspreis enthalten.

Unabhängig: Der Code gehört dir. Statische Seiten lassen sich auf praktisch jedem Webspace betreiben. Wenn du irgendwann den Anbieter wechseln willst, nimmst du deine Website einfach mit.

Der Nachteil soll nicht verschwiegen werden: Du hast keine Oberfläche, in der du selbst jeden Tag Beiträge schreibst. Für die meisten kleinen Unternehmen ist das kein Verlust. Ihre Website ändert sich ein paarmal im Jahr, nicht jeden Tag.

Wofür WordPress gemacht ist

WordPress spielt seine Stärken bei zwei Arten von Websites aus: bei Blogs, in denen du selbst regelmäßig neue Beiträge veröffentlichst, und bei Onlineshops mit Warenkorb, Kundenkonten und Zahlungsabwicklung. Dort brauchst du eine Redaktionsoberfläche und eine Datenbank, und dafür ist das System gebaut.

Alle anderen Websites brauchen das nicht. Eine Handwerker-Seite, die Website einer Coachin oder die Linkseite eines Creators ändert sich ein paarmal im Jahr. Dafür lohnt es sich nicht, eine Datenbank, einen Login-Bereich und ein Dutzend Plugins dauerhaft zu betreiben und aktuell zu halten. Auch ein kleiner Ratgeberbereich mit gelegentlichen Artikeln funktioniert als statische Seite problemlos. Diese Website ist das beste Beispiel.

Fazit

WordPress ist ein gutes Werkzeug für Blogs und Onlineshops. Die meisten Websites von Handwerksbetrieben, Coaches und Creatorn brauchen es nicht. Sie sollen schnell laden, gefunden werden, Vertrauen schaffen und Anfragen bringen – und dabei möglichst wenig Arbeit machen.

Genau dafür bauen wir statische Websites. Wie das konkret aussieht, liest du unter So bauen wir Websites, die Pakete findest du auf der Seite Preise. Wenn du unsicher bist, schreib uns über das Kontaktformular. Wir sagen dir ehrlich, was zu dir passt.

Lass uns über dein Projekt sprechen.

Erzähl uns kurz, was du vorhast. Du bekommst innerhalb eines Werktages eine Antwort – mit einer ehrlichen Einschätzung, was sinnvoll ist.